Werner K. Rey: Vorwurf Betrug, Urkundenfälschung und betrügerischer Konkurs

Werner K. Rey zuerst als Finanzgenie gefeiert, flüchtete nach dem Zusammenbruch seines Firmenimperiums auf die Bahamas, wurde 1996 verhaftet und der Schweiz 1998 ausgeliefert sowie schliesslich vom Bundesgericht wegen Betrug, Urkundenfälschung und des betrügerischen Konkurs verurteilt. Es handelt sich um einen der spektakulärsten Fälle der Schweizer Wirtschaftskriminalität.



Werner K. Rey wurde als Financier durch seine Beteiligung und den Verkauf der C.F. Bally AG bekannt, wobei er einen Gewinn von CHF 30 Mio. machte. In der Folge baute er sein Firmenimperium mit seiner Omni Holding AG auf, welche diverse Beteiligungen an Unternehmungen aus verschiedenen Branchen hielt. Zu seinem Firmenimperium zählte Werner K. Rey die Schuhfirma Bally, den Industrieriesen Oerlikon, die Prüffirma Inspectorate, der Mischkonzern Harpener, der Jobvermittler Aida, der Maschinenkonzern Sulzer, das Metalwerk Selve, die Fluggessellschaft Air Europe und diverse Medienunternehmungen.

Der durch Werner K. Rey verursachte Schaden bezifferte sich auf zwei bis drei Milliarden Schweizer Franken, von denen nicht mehr viel übrig blieb.

Das gewaltige Firmenimperium mit einem Wert von mehreren Milliarden Schweizer Franken brach schliesslich 1990 zusammen und im Frühling 1991 kam der Konkurs. Der durch Werner K. Rey verursachte Schaden bezifferte sich auf zwei bis drei Milliarden Schweizer Franken, von denen nicht mehr viel übrig blieb. Dies auch deshalb, weil Werner K. Rey sein Privatvermögen zu Lasten seiner Gläubiger vermindert hatte.


Gläubiger der Holdinggesellschaft von Werner K. Rey waren 74 Banken, Pensionskassen, Firmen und mehrere hunderte Kleinanleger, die Obligationen erworben hatten. Aus der Konkursmasse erhielten die Gläubiger in mehreren Tranchen rund CHF 186.3 Mio. und somit insgesamt 11.6% ihres Geldes zurück. Im Konkurs ungedeckt blieben CHF 1.48 Mrd., wobei dies nur ein Teil des Schadens darstellt.


Nach wie vor schuldet er diversen Anlegern Schadenersatz, wobei die meisten Ansprüche allerdings verjährt sein dürften. Auch die Berner Behörden blieben bis heute auf Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 4.3 Mio. sitzen.