Core Capital Partners AG - Anlagebetrug

Die Core Capital Partners AG (CCP AG) war eine Vermögensverwaltungsfirma, welche mit gewinnbringenden Investments in den Bereichen Medizin, Technik und Biotechnologie warb. Die CCP AG wurde von Martin Gloor gegründet, welcher als Präsident des Zürcher Rennvereins bekannt wurde. Mit dem Motto "Ich sitze im gleichen Boot wie die Investoren" gewann er das Vertrauen von über 150 Investoren. Tatsächlich bereicherte sich Gloor unrechtmässig an den Kundengeldern mit Margen bis zu 50% und verkaufte im grossen Stil Aktien, welche ihm gar nicht gehörten.

Die Core Capital Partners AG (CCP AG) wurde am 02.02.2007 in das Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Ihr Gründer, Martin Gloor, war nicht nur Financier, sondern auch Präsident des Zürcher Rennvereins. Auf der Rennbahn lernte Gloor denn auch vermutlich ein Teil seiner Klienten kennen, welchen er vorgaukelte, zu gleichen Konditionen mit eigenen Mitteln in die von ihm angepriesenen Unternehmungen investiert zu sein.


Tatsächlich war Gloor nicht mit eigenen Mitteln investiert, sondern zweigte unrechtmässig Margen von bis zu 50% von Kundengeldern ab und verkaufte im Umfang von CHF 10 Mio. Aktien, welche ihm gar nicht gehörten. Gloor betreute mehr als 150 Investoren und erleichterte rund 40 davon um CHF 20 Mio. Insgesamt summiert sich die Deliktsumme auf CHF 30 Mio.

"Gloor betreute mehr als 150 Investoren und erleichterte rund 40 davon um CHF 20 Mio. Insgesamt summiert sich die Deliktsumme auf CHF 30 Mio."

Zum Verhängnis wurde Gloor sein ausschweifender Lebensstil mit Luxusfahrzeugen, Rennpferden, einem teuren Motorboot und Immobilien im Ausland. Allein für seinen exzessiven Kokainkonsum gab Gloor monatlich CHF 20'000.-- aus.


Als die Betrügereien von Gloor aufflogen, wurde er am 05.12.2011 verhaftet. In der Folge verbrachte Gloor eine längere Zeit in Untersuchungshaft, wo er ein umfassendes Geständnis ablegte, namentlich gestand er denn mehrfachen Betrug und die Veruntreuung von Kundengeldern ein.


Im Dezember 2013 wurde Gloor in einem abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Darüber hinaus auferlegte das Strafgericht ein fünfjähriges Berufsverbot als Finanzintermediär tätig zu werden. Die Zivilforderungen wurden vom Strafgericht auf den Zivilweg verwiesen. Die geschädigten Anleger mussten folglich ihre Ansprüche auf dem Zivilweg weiterverfolgen.